Die Fifa testet – was halten Sie davon?

Beim Confed-Cup in Russland will der Weltverband den Fussball verbessern. Im Fokus stehen drei Regeländerungen.

Das Team von Joachim Löw macht sich bereit für sein erstes Spiel gegen Australien.

Das Team von Joachim Löw macht sich bereit für sein erstes Spiel gegen Australien. Bild: Keystone

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Mit dem Confed-Cup beginnt für Russland dieses Jahr der Countdown zur WM. Das Turnier dient dazu, den Ablauf des Turniers so gut wie möglich zu simulieren. Die Stadien werden getestet, die Infrastruktur und das Verkehrskonzept, um allfällige Schwächen zu identifizieren und zu korrigieren. Neben den Organisatoren testen auch die acht qualifizierten Teams – sie setzen mehrheitlich junge Spieler ein. Auch die Fifa pröbelt und führt diverse Regeländerungen ein, die das Spiel schneller und fairer machen sollen.

Vierte Auswechslung

Im Falle einer Verlängerung erlaubt die Fifa eine vierte Auswechslung. Diese neue Regel wurde bereits letzten Dezember bei der Club-WM getestet. Im Final zwischen Real Madrid und dem japanischen Club Kashima Antlers gab es eine Verlängerung, und Reals Alvaro Morata wurde die Ehre zuteil, erste vierte Auswechslung in der Geschichte des Profifussballs zu sein, als er in der 112. Minute Cristiano Ronaldo ersetzte. Seither wurde die Regel im FA-Cup und im Endspiel um den DFB-Pokal getestet. Im Amateurbereich wird inzwischen vielerorts unbegrenzt gewechselt.

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Videobeweis

Der VAR (Video Assistant Referee) hat Zugriff auf alle TV-Kameras und kann bei vier Spielsituationen eingreifen: Bei einem Tor, einem direkten Platzverweis, einem Elfmeter und bei einer Spielerverwechslung. Der Schiedsrichter auf dem Platz wird sich nicht jede Szene selbst noch einmal anschauen, vielmehr sind dafür zusätzliche Schiedsrichter und ein Assistent, der auf Abseitsfragen spezialisiert ist, zuständig. Wenn eine Entscheidung revidiert wird, können die Zuschauer im Stadion auf der Videoleinwand die Szene anschauen. Der VAR wurde bereits bei der U-20-WM getestet. Dort gab es in 52 Spielen zwölf Eingriffe. So auch im Final bei einer Elfmeterentscheidung zugunsten von Venezuela. Diese Regeländerung wird nächste Saison auch in der Bundesliga eingeführt.

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Netto-Spielzeit, Fairplay

Bei der sogenannten Zeitspiel-Massnahme geht es darum, eine höhere Netto-Spielzeit zu generieren und das Fairplay zu verbessern. Marco van Basten, Leiter für technische Entwicklungen bei der Fifa, sagt, dass der Verband eine genauere Berechnung der Nachspielzeit wolle. Die Schiedsrichter sollen mehr auf Spielverzögerungen achten und diese korrekt nachspielen lassen. Ein besonderes Augenmerk sollen sie auf die Torhüter haben: Diese dürfen den Ball nicht länger als sechs Sekunden in der Hand halten. Die Fifa erhofft sich auch mehr Respekt gegenüber den Schiedsrichtern und will Rudelbildungen verhindern.

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(sal)

Erstellt: 16.06.2017, 14:40 Uhr

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