BVB lässt auf spannenden Titelkampf hoffen

Lucien Favre könnte in Dortmund einen Mythos begründen. Zuerst steht aber heute das Duell mit Augsburg an, in dem der BVB seine Leaderposition verteidigen will.

Unermüdlicher Antreiber: BVB-Trainer Lucien Favre gibt seinen Spielern – wie hier Marius Wolf – die Richtung vor.

Unermüdlicher Antreiber: BVB-Trainer Lucien Favre gibt seinen Spielern – wie hier Marius Wolf – die Richtung vor. Bild: Martin Meissner/Keystone

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Die deutsche «Bild» mutmasste am Freitag, auf welche Weise Lucien Favre jeweils in der Pause seine Spieler so antreibt, dass sie in der zweiten Halbzeit viel mehr Tore erzielen als davor. 19 der 25 BVB-Tore fielen in Meisterschaft, Cup und Champions League nach der Pause, dies sind 76 Prozent. Was ist Lucien Favres Geheimnis? Um die Arbeit der Trainer in der Dortmunder Garderobe ranken sich Mythen.

Favre hat Borussia Dortmund in der Tat wieder zu einer Spitzenmannschaft geformt. Erstmals seit rund einem Jahr läuft der BVB in der Bundesliga heute Samstag wieder als Leader ein. Er verteidigt im Heimspiel gegen Augsburg (Anpfiff 15.30 Uhr) die Spitzenposition, während Verfolger Bayern München daheim gegen Borussia Mönchengladbach antritt (18.30 Uhr).

In allen neun Wettbewerbsspielen ist Dortmund unter Favre ungeschlagen. Sebastian Kehl hat den Fans schon ein wenig Hoffnung auf einen spannenden Titelkampf gegen Serienmeister Bayern München gemacht – und die Dortmunder Zurückhaltung ein wenig aufgegeben. «Es ist noch zu früh, den Blick nach vorne zu richten. Aber ein bisschen können sie sicher darauf hoffen», sagte Kehl, der frühere Dortmunder Captain und heutige Leiter der Lizenzspielerabteilung.

Aufbruch- statt Katerstimmung

Allerdings sind die Dortmunder im Rückblick auf den Oktober 2017 auch gewarnt. Damals hatte der BVB nach neun Runden die Bundesliga angeführt, ehe der Absturz mit letztlich 29 Punkten Rückstand auf die Bayern folgte. «Das wird uns diesmal nicht passieren», versprach Kehl.

In München ist der Anfangsschwung unter Trainer Niko Kovac schon abgeflaut. Am Sonntag gehen Kovac und die Spieler aufs Oktoberfest, aber Katerstimmung herrscht schon jetzt. Nur ein Heimsieg im Liga-Klassiker gegen Borussia Mönchengladbach kann für Lust auf den traditionellen Wies'n-Besuch sorgen.

Das weiss auch der Trainer, der kurz vor Ablauf seiner ersten 100 Tage beim Meister plötzlich sehr kritisch beäugt wird. Nach drei sieglosen Pflichtspielen bekommt der 46-jährige Kroate erstmals Gegenwind. Er ärgert sich über die Darstellung. Man könne die Startphase mit sieben Pflichtspielsiegen jetzt nicht einfach ignorieren. «Urplötzlich ist keine Spielidee dahinter, keine Struktur, keine Organisation. Da muss ich schmunzeln», sagte Kovac. (ddu/sda)

Erstellt: 06.10.2018, 14:11 Uhr

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