Olympia-Programm: Alle Schweizer Highlights auf einen Blick

Die wichtigsten Termine und eine grosse Übersichtskarte: So verpassen Sie keine Schweizer Medaille in Südkorea.

Alle Standorte in der Übersicht: Klicken Sie auf die Symbole, um mehr über die Stadien zu erfahren.


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Die 23. Olympischen Winterspiele finden vom 9. bis zum 25. Februar in Südkorea statt. Der Hauptaustragungsort Pyeongchang befindet sich im Norden des Landes rund 130 Kilometer östlich der Hauptstadt Seoul und nur 80 Kilometer von der Grenze zu Nordkorea entfernt.

Hier finden Wettkämpfe im Ski Alpin, Langlauf, Biathlon, Skispringen, der nordischen Kombination, im Bob, Skeleton und Schlitteln statt. Zusammen mit dem Skigebiet Jeongseon Alpine Centre und dem Phoenix Snow Park bilden die Standorte in den Bergen rund um Pyeongchang den sogenannten Mountain Cluster (blaue Markierungen in der Karte oben).

Alle restlichen Wettbewerbe auf dem Eis werden in der Küstenstadt Gangneung ausgetragen, die ca. 60 Kilometer östlich von Pyeongchang liegt. Die dortigen Stadien gehören zum sogenannten Coastal Cluster (pinke Markierungen).

102 Wettkämpfe werden in den sechzehn Tagen ausgetragen. Unsere Übersicht zeigt, wann die Schweizer Athletinnen und Athleten die besten Chancen haben, Medaillen abzuräumen. Die wichtigsten Entscheidungen von Tag zu Tag:

Freunde der Illuminati und anderer Zahlenverschwörungen dürften sich diesen Tag vorgemerkt haben. Bliebe die Gesetzmässigkeit bestehen, dass Simon Ammann alle acht Jahre Doppel-Olympiagold gewinnt, wäre er nach Salt Lake City 2002 und Vancouver 2010 nun wieder dran. Er beginnt um 13.35 Uhr MEZ (unsere Zeit) auf der Normalschanze. Die Realisten bezweifeln aber, dass seine Goldserie weitergeht.

Die Schweizer sind Premierenspezialisten: Wenn immer eine Sportart bei den Spielen debütiert, sind sie vorn dabei, wenn es um die Medaillen geht. Demnach müssten im Mixed-Curling Jenny Perret und Martin Rios im Halbfinal (1.05 und 12.05 Uhr) stehen und sich da mit einem Sieg vorzeitig eine Medaille sichern. An der WM im ­April 2017 gewannen sie Gold.

Beat Feuz ist nicht der einzige Schweizer Skiweltmeister: Da ist auch noch Luca Aerni. In St. Moritz setzte er sich in der Kombination um eine Hundertstel­sekunde gegen Marcel Hirscher durch. Ist ihm das Glück erneut hold? Die Abfahrt startet um 3.30 Uhr, die Entscheidung im Slalom geht um 7 Uhr über die Bühne.

Die Eishockeyaner starten an diesem Tag um 13.10 Uhr gegen Kanada ins Olympiaturnier: Wie wäre es mit einem Sieg wie 2006 beim 2:0 in Turin? Und diesmal sind die NHL-Cracks nicht einmal dabei. Das steigert die Schweizer Aussichten auf die erste Männer-­Medaille an Olympia seit St. Moritz 1948.

Die Sportfans, die sich am Sonntag in der Nacht extra den Wecker stellten, wurden enttäuscht. Wegen starker Winde wurde die Abfahrt auf Donnerstag 3 Uhr verschoben. Nach WM-Gold in dieser Disziplin will Beat Feuz auch an Olympia zuoberst auf das Podest. Er gehört zu den Favoriten.

Vor acht Jahren schlug Dario Colognas erste grosse Stunde: Olympiagold über 15 Kilometer Freistil. Schafft er auf dieser Distanz, über die er auch in Sotschi triumphierte, den olympischen Hattrick? Er muss um 7 Uhr bereit sein.

Im Slalom (2.15 und 5.45 Uhr) ist für Wendy Holdener nicht das Glück die wichtigste Komponente. Denn mit Glück allein fährt man nicht reihenweise Weltcuppodestplätze heraus. Bei ihr ist die Frage viel eher: Kann sie endlich Dominatorin Mikaela Shiffrin schlagen? Holdener stand im Slalom-Weltcup noch nie zuoberst auf dem Podest.

Eine Bronzemedaille ist Lara Guts magere Olympiaausbeute. Der Super-G (3 Uhr) bietet ihr die grösste Chance, diese Bilanz aufzupolieren. Zudem: Simon Ammann fliegt um 13.30 Uhr über die Grossschanze.

Mit seinen Kunststücken ist der Flimser Andri Ragettli bereits ein Social-Media-Star. Eine Olympiamedaille ist nach Podestplätzen in Serie sehr realistisch. Dafür braucht er im Slopestyle-Final (5.15 Uhr) seinen Triplecork, einen dreifachen Salto mit Schrauben.

Olympiadebütant Clemens Bracher hat im Zweierbobrennen um 12.15 Uhr eigentlich keine Chance. Doch der Senkrechtstarter hat die Konkurrenz in diesem Winter schon düpiert.

Die Biathleten haben eine ganze Reihe von Rennen und Chancen. Wenn alles zusammenpasst, freuen sich an diesem Dienstag besonders viele: Auf dem Programm steht die Mixed-Staffel (12.15 Uhr).

In Sotschi verblüffte Dominique Gisin mit Gold in der Abfahrt. In Pyeonchang (3 Uhr) gehört nun ihre jüngere Schwester Michelle zum Favoritenkreis. Und im Skicross um 5.15 Uhr könnte Marc Bischofberger Nachfolger von Mike Schmid werden.

Luca Aerni und Daniel Yule standen diese Saison schon auf dem Slalom-Podest, Ramon Zenhäusern war nahe dran und siegte jüngst im Parallelslalom von Stockholm. Das sind spannende Aussichten für den Männerslalom, dessen erster Lauf um 2.15 Uhr und zweiter Lauf um 5.45 Uhr ausgetragen wird.

Vor dem Schlusswochenende ein Tag der Frauen. Die Schweizerinnen haben viele Medaillenchancen: die Skifahrerinnen in der Kombination (3 Uhr Abfahrt, 6.30 Uhr Slalom) und im Skicross (5.15 Uhr), die Snowboarderinnen im Big Air (1.30 Uhr), zudem stehen um 12.15 Uhr die Halbfinals der Curlerinnen an.

Fast alles ist möglich: Im Snowboard-­Parallelriesenslalom (4 Uhr) fahren mit Patrizia Kummer und Nevin Galmarini zwei ­Medaillengewinner von Sotschi mit. Cologna startet um 6 Uhr über 50 Kilometer. Die Skifahrer bestreiten um 3 Uhr ihren Teamevent. Bei den Curlingmännern (7.35 Uhr) geht es um Gold.

Apropos Coup: Wie wäre es mit dem ­allergrössten der Eishockeyaner? Die Spiele schliessen mit dem Männerfinal um 5.10 Uhr am Samstag, dem 25. Februar.


Sollten Ihnen die Wettkämpfe mit Schweizer Medaillenchancen nicht genügen: Auf dieser Infografik finden Sie das komplette Olympia-Programm. Wenn Sie sich den ganzen Plan ausdrucken wollen, können Sie die Grafik als PDF herunterladen.


Übrigens: SRF 2 startet seine Liveübertragungen wegen der Zeitverschiebung von 8 Stunden jeweils kurz nach Mitternacht unsere Zeit. (Tages-Anzeiger)

(Erstellt: 14.02.2018, 09:04 Uhr)

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