Magnin: «Ich lach mich tot, wenn ich das höre»

Ludovic Magnin kann heute in Leverkusen seiner Karriere einen grossen Kick geben.

«Wir wollen Leverkusen wieder ärgern»: Ludovic Magnin vor dem Europa-League-Rückspiel gegen Bayer Leverkusen. (Video: Sebastian Rieder)

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Mit breiter Brust und einem breiten Grinsen ist er angereist. Ludovic Magnin gibt sich nach der Ankunft in Leverkusen erneut siegesgewiss. «Einmal ist keinmal», sagt der FCZ-Trainer in der Bayarena und erinnert an das Europa-League-Hinspiel, als Leverkusen mit 2:3 verlor. «Wir wollen Leverkusen wieder ärgern.»

Der Sieg im Letzigrund war der erste Erfolg des FCZ nach zwölf Anläufen gegen einen Bundesligaclub. Und für Magnin war es als Trainer selbstredend der grösste Coup seiner noch jungen Karriere. Als Spieler für Werder Bremen und Stuttgart gewann der 39-Jährige von acht Partien allerdings nur eine und verlor fünf.

Trotz der mageren Ausbeute ist Magnin mit Werder Bremen und Stuttgart je einmal deutscher Meister geworden. Auch Julian Brandt, der deutsche Nationalspieler im Dienst von Bayer Leverkusen, kann sich an den Linksverteidiger aus der Schweiz erinnern. «Ludovic hat eine bemerkenswerte Karriere hingelegt», sagt der 22-Jährige.

Der Bayer-Flügel ist in Bremen aufgewachsen und durfte als Knirps zusammen mit dem damaligen Werder-Star Frank Verlaat und dem gleichaltrigen Sohn Jesper nach der Schule gegen Magnin kicken. «Ich weiss nicht, ob sich Ludovic noch an diesen Nachmittag erinnern kann», sagt Brandt und lächelt.

Karriereplanung als Reizwort

Die Familie Verlaat hat Brandt während seiner Laufbahn aus den Augen verloren. Er weiss aber, dass Jesper heute in der 2. Bundesliga beim SV Sandhausen spielt. Er weiss auch, dass Magnin als FCZ-Trainer den gleichen kompromisslosen Weg wie als Spieler eingeschlagen hat. «Er macht eine sehr, sehr gute Arbeit dort.» Magnin nimmt die Worte von Brandt dankend entgegen.

Gut möglich, dass er es eines Tages auch als Trainer in die Bundesliga schafft. Ein erneuter Triumph gegen Leverkusen könnte seiner jungen Karriere jedenfalls einen grossen Kick geben. Mit dem Konjunktiv will sich der Lausanner allerdings nicht aufhalten. «Wenn ich das Wort Karriereplanung höre, lache ich mich tot», sagt Magnin und fragt: «Was ist schon planbar im Fussball?» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.11.2018, 09:43 Uhr

Artikel zum Thema

Wo Magnin einst überragend flankte

Der FCZ will auch beim Rückspiel in Leverkusen überraschen – und kann schon jetzt das Ticket für die K.-o.-Runde lösen. Mehr...

«Mit einem Sieg gegen uns werden sie Clublegenden»

Die Amateure vom FC Red Star schauen den Profis vom FCZ selbstbewusst entgegen. Trainer Magnin gefällt das. Mehr...

Magnin platzt der Kragen gegen Leverkusen

Video Der FCZ-Trainer verliert im Europa-League-Spiel gegen Leverkusen nach mehreren Sticheleien von der Bayer-Ersatzbank die Fassung. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Kommentare

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Die Welt in Bildern

Kein Ball aber viel Rauch: Der Fussballer Tyler Roberts von Wales steht beim Spiel gegen Dänemark in Cardiff im Dunstkreis von einer Fan-Fackel. (17. November 2018)
(Bild: Matthew Childs) Mehr...