Winterthur: CVP-Mann Künzle wehrt SP-Angriff ab

Über 3000 Stimmen mehr: Michael Künzle (CVP) gewinnt die Wahl ums Stadtpräsidium gegen Yvonne Beutler (SP) überraschend deutlich.

Michael Künzle freut sich über seine Wiederwahl. Neben ihm die unterlegene Yvonne Beutler.

Michael Künzle freut sich über seine Wiederwahl. Neben ihm die unterlegene Yvonne Beutler. Bild: Keystone

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15'817 Stimmen gegen 12'642 Stimmen: CVP-Mann Michael Künzle siegt gegen SP-Frau Yvonne Beutler im Rennen ums Stadtpräsidium überraschend klar. In fünf von sieben Winterthurer Stadtkreisen gewann Künzle. Nur die Altstadt und Veltheim hielten Beutler die Treue, in Mattenbach gewann Künzle mit 14 Stimmen Unterschied. In Seen wiederum holte Künzle mehr als doppelt so viele Stimmen wie Beutler.

Die Stimmbeteiligung betrug respektable 43,8 Prozent – dies obwohl keine anderen Abstimmungen stattfanden. Offenbar gelang es dem Amtsinhaber besser, seine Anhänger aus dem bürgerlichen Lager zu mobilisieren. Beutler hatte vor sechs Wochen eventuell vom links angehauchten No-Billag-Effekt profitiert. Eine andere mögliche Erklärung ist ein Backlash: Hatte im März die Linke sowohl im Stadtrat als auch im Parlament gewonnen, sorgte das Stimmvolk nun für eine Art Ausgleich.

Speziell wird während vier Jahren sein, dass das links-grüne Gremium (3 SP, 1 Grüner, 2 FDP, 1 CVP) von einem bürgerlichen Stadtpräsidenten geführt wird.

Überraschung wiederholte sich nicht

Vor ein paar Wochen dachte man noch, dass Stadtpräsident Michael Künzle schon vorzeitig und locker die Wiederwahl als Präsident schafft. Er wurde nur durch SP-Newcomerin Christa Meier und der wenig bekannten Grünliberalen Annetta Steiner herausgefordert.

Doch am 4. März kam der Knall: Künzle schaffte als Präsident das absolute Mehr nicht. Und mehr noch: SP-Frau Meier bugsierte SVP-Stadtrat Josef Lisibach aus dem Gremium. Damit hatte die Linke wieder die Mehrheit in der Stadtregierung.

Darauf beschloss die SP, das Präsidium im zweiten Wahlgang mit Finanzvorsteherin Yvonne Beutler anzugreifen. Sie hatte bei den Stadtratswahlen mit knapp 20'000 Stimmen das beste Resultat überhaupt erzielt. Künzle, der seit 2002 im Stadtrat ist, kam auf knapp 16'000 Stimmen.

(pu)

Erstellt: 15.04.2018, 14:00 Uhr

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