Sicherheit kommt Street-Parade teuer zu stehen

Die Street-Parade investiert dieses Jahr kräftig in die Sicherheit. Gleichzeitig geben die Organisatoren eine Erneuerung bekannt: Sie betrifft die Musik.

Die Menschenmasse soll wieder durch das sogenannte Crowd-Management geleitet werden: Luftaufnahme der letztjährigen Street Parade.

Die Menschenmasse soll wieder durch das sogenannte Crowd-Management geleitet werden: Luftaufnahme der letztjährigen Street Parade. Bild: Keystone

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Eigentlich verlief bei der letztjährigen Street-Parade alles nach Plan. Das Wetter zeigte sich freundlich und die Organisatoren verzeichneten 900'000 Teilnehmer. Das ist zwar kein Rekord aber noch immer eine beeindruckende Zahl.

Anders als in den Vorjahren schrieb der Verein Street-Parade Zürich keinen Gewinn. Am Ende resultierte ein Defizit in der Höhe von 110'000 Franken, bei einem Budget von rund 2,5 Millionen Franken. Die Reserven der Vorjahre sind damit aufgebraucht, wie die NZZ berichtet. Schuld sind die Sicherheitskosten. Nach dem Terroranschlag in Nizza und der Amoktat in München waren diese so hoch wie nie. Genaue Zahlen will der Verein nicht kommunizieren.

Auch dieses Jahr müssen die Organisatoren tief in die Tasche greifen. Gemäss dem Nachrichtendienst des Bundes hat sich die Sicherheitslage nicht verändert. Wie schon im letzten Jahr soll die Präsenz der Sicherheitskräfte hoch sein, heisst es auf Anfrage bei der Stadtpolizei Zürich. Das Crowd-Management der Stadt Zürich, ein Instrument mit dem sich Besucherströme lenken lassen, kommt nach 2016 zum zweiten Mal zur Anwendung.

Musik soll «technoider» werden

Das finanzielle Loch erhofft man mit Sponsorengeldern zu schliessen. In diesem Jahr wird die Migros mit ihrer Marke M-Budget als grosser Sponsor auftreten. Auf einen Unterstützungsantrag beim Lotteriefonds wollen die Veranstalter verzichten.

Gleichzeitig geben die Organisatoren eine inhaltliche Neuausrichtung bekannt: «Weniger Fasnacht, mehr Kultur», sagt Stefan Epli, Sprecher der Street-Parade, zur NZZ. Der Wandel soll durch die Musik erfolgen: Weg vom «Hitparaden-Sound», hin zu «technoideren Klängen». Erstmals spannen die Organisatoren mit Exponenten des Zürcher Nachtlebens zusammen.

(mrs)

Erstellt: 03.08.2017, 09:46 Uhr

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