Frau ans Schwert

Nach Batman und Superman kommt die Amazone Diana zu ihrem Solo – und landet im Ersten Weltkrieg.

Die Amazone Diana (Gal Gadot) greift in den Ersten Weltkrieg ein.

Die Amazone Diana (Gal Gadot) greift in den Ersten Weltkrieg ein.

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Der Superheldengipfel «Batman v Superman: Dawn of Justice» letztes Jahr zog sich über hunderteinundfünfzig Minuten, hundertvierundvierzig waren bestenfalls egal. In den restlichen sieben trat Wonder Woman (Gal Gadot) auf. Wie die Amazonenprinzessin in der roten Korsage zum Endkampf blies gegen das Monster Doomsday, bewahrte Gotham City vor dem Schlimmsten. Jetzt kommt Wonder Woman zum verdienten Solo. Regisseurin Patty Jenkins («Monster») konzentriert sich auf den Werdegang von Diana, wie die Amazone bürgerlich heisst.

Die Amazonen wurden erschaffen von Zeus als letzte Rückversicherung gegen Kriegsgott Ares. Diana wächst auf der Amazoneninsel Themyscira auf, die männerfreie Zone ist. Dann schmiert ein Kerl (Chris Pine) mit dem Flugzeug vor der Küste ab, ein Spion der Alliierten im Ersten Weltkrieg. Er berichtet den Amazonen von den Kriegsgräueln unweit der Insel. Ist das Ares’ Werk? Diana lässt sich vom Captain via London – «Huch, ist das scheusslich hier» – in das Schlachtgetümmel nach Belgien führen, wo sie dann mit Schwert, goldenem Lasso und kugelsicheren Bracelets durch die Schützengräben pflügt auf der Jagd nach Heerführer Ludendorff (Danny Huston).

Die erste Superheldin Wonder Woman hat sich ein feministischer Psychologe vor einem Dreivierteljahrhundert ausgedacht. Reihenweise Filmprojekte platzten. Jetzt haben sich DC Films und Warner Bros. endlich zum Film durchgerungen und ihn noch dazu einer Regisseurin anvertraut. Eine Östrogenspritze fürs Multiplexkino, das tat not. Gal Gadot (Israelin, Ex-Soldatin, Schönheitskönigin) ist die prädestinierte Kampf­amazone, ihre Wonder Woman ist Pin-up-Girl und Frauenbotschafterin in einem. Und Jenkins weiss dem abgestumpften Superheldengenre die Emotionen zurückzugeben mit einer Heldin, deren stärkste Superkraft ihr grosses Herz ist. Ein Produzent dieses Films über die Verführungskünste des Bösen ist übrigens der Investor Steven Mnuchin, der früher Obama unterstützte und jetzt Finanzminister ist unter Trump. (Zueritipp)

Erstellt: 14.06.2017, 15:15 Uhr

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